Niedersächsische Lernfabrik
für Ressourceneffizienz e.V.

 
Ostfalia

Datum: 30.10.2019 13:45
   


 
 

 





Aktuelle Themen

Energieeffizienz
Durch die stetig steigenden Energie- und Rohstoffpreise sind die Material- und Energiekosten ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Der bewusste und effiziente Einsatz von Material- und Energieressourcen kann zu hohen Einsparungen ohne große Investitionen führen. Unternehmen können durch eine entsprechende Schulung ihrer Mitarbeiter und Integration in die Betriebsprozesse schnell mehr Wirtschaftlichkeit erreichen. Die NiFaR bietet Schulungsmöglichkeiten, die von Energieeffizienz in der Produktion bis hin zur Prozessoptimierung reichen.

© Franz Metelec - fotolia.com

Digitalisierung und Ressourceneffizienz
Beispiel: Augmented RealityDurch ein verändertes Verbraucherverhalten und die Diversifikation in globalen Märkten nimmt die Produktvielfalt zu. Für produzierende Unternehmen bedeutet diese Entwicklung einen Anstieg der Komplexität der benötigten Produktionssysteme und aller beteiligten Unternehmensprozesse. Die Digitalisierung kann einen entscheidenden Beitrag zur Beherrschung dieser Komplexität leisten. Zwar führt die Digitalisierung von Produkten und Prozessen nicht automatisch zu einer Verbesserung der Ressourceneffizienz, doch bietet sie eine Reihe von Ansätzen um auf allen Unternehmensebenen Ressourcen zu schonen und Verschwendung zu vermeiden.

Simulationen in der Phase der Produktentwicklung können helfen, den Materialeinsatz des Produktes zu optimieren. Die Simulation von Logistik- und Produktionsabläufen trägt dazu bei, Verschwendungen im Materialfluss zu vermeiden. Durch die zunehmende Verbreitung von kostengünstigen Sensoren können umfangreiche Daten über Materialbewegungen und Energieverbräuche gewonnen werden. Diese Daten können über Big Data-Analysen ausgewertet werden, um Ansätze zur Steuerung und Regelung von Materialflüssen und Energieverbräuchen zu entwickeln. Die Visualisierung der Daten in Energiemanagementsystemen bringt eine Transparenz, die neue Ansätze zur Optimierung aufzeigt.

Um durch Digitalisierung die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ist jedoch ein strategisches Vorgehen erforderlich. Zum gezielten Aufbau einer unternehmensweiten Strategie zur Digitalisierung stehen mehrere Modelle und Werkzeuge zur Verfügung.
Die NiFaR bietet zu diesem Thema Schulungsmöglichkeiten an, die sich an Berater/innen und Mitarbeiter/innen von Unternehmen richten und von der Darstellung verschiedener Digitalisierungsansätze, über praktische Umsetzungsbeispiele, bis hin zum strategischen Vorgehen bei der Implementierung von Digitalisierung im Unternehmen reichen. Videolink zur Information des VDI Zentrum für Ressourceneffizienz.
 

 
Ostfalia Testumgebung Industrie 4.0


Druckluft
Ein nicht zu vernachlässigender Energieverbraucher in der Produktion ist häufig die Druckluft. Geringe Wirkungsgrade in der Umwandlungskette von elektrischer Energie zur Druckluft führen bereits bei geringen Leckagen zu teils hohen Verlusten. Der Mitarbeiter in der Produktion ist zum einen teilweise selbst für den Verbrauch der Druckluft verantwortlich und kann zum anderen Verluste und Leckagen im Leitungsnetz am ehesten erkennen.

Das Institut für Produktionstechnik (IPT) an der Ostfalia Hochschule hat einen interaktiven Lernstand für Drucklufteffizienz entwickelt mit dem Hauptziel, Mitarbeiter in der Produktion für die Drucklufteffizienz zu sensibilisieren. Dem Mitarbeiter wird vermittelt, dass er mit seinem Verhalten ökologisch und ökonomisch Einfluss nehmen kann. Das Verständnis für die Bedeutung von Verlusten lässt ihn gezielter Leckagen erkennen und diese auch seinen Vorgesetzten melden. Zudem schaltet er bewusster Druckluftverbraucher vom Netz, wenn diese nicht benötigt werden.

Leckagen im Druckluftnetz kosten viel Geld
Die Bedeutung von Druckluftverlusten in Form von Leckagen oder fehlenden Sicherungsringen wird durch die Darstellung des jährlichen Kohlendioxidverbrauchs und der jährlichen Kosten vermittelt. Ebenfalls wird der Einfluss der Schlauchlänge und des Schlauchdurchmessers am Beispiel der in der Produktion häufig verwendeten Spiralschläuche verdeutlicht. Abschließend findet auch die Leckageortung durch Spray und Ultraschall Anwendung.

Die Drucklufteffizienz-Schulung besteht aus den vier Modulen

  • Leckagen in Druckluftsystemen - Bedeutung verschiedener Leckagen in einem Leitungssystem
  • Einsatz von verschiedenen Schlauchdurchmessern und -längen
  • Ortung von Leckagen
  • Transparenz der Druckluftverbräuche in Werkzeugmaschinen.

Der interaktive Lernstand zum Thema Drucklufteffizienz bietet eine ideale Möglichkeit, sehr anwendungsorientiert und anschaulich das Bewusstsein von Mitarbeitern zu diesem Thema zu schulen. Zusätzlich zu den Themenmodulen Verluste durch Leckagen, Einfluss der Schlauchgeometrie und der Ortung von Leckagen kann der Lernstand für mobile Verbrauchs- und Leckagemessungen in der Produktion eingesetzt werden.

Der modulare Aufbau bietet weiterhin die Option, einzelne Lernmodule zu erweitern oder gänzlich neue Lernmodule hinzuzufügen. Die Excel-basierte Software ist intuitiv und übersichtlich gestaltet und kann ebenfalls beliebig erweitert werden.

Der am IPT entwickelte Stand für Drucklufteffizienz kombiniert die Einsatzmöglichkeiten einer Sensibilisierung von Mitarbeitern und einer mobilen Verbrauchsmessung in der Produktion. In unterschiedlichen Projekten wurde der Stand bereits für Verbrauchsmessungen im Werk Wolfsburg der Volkswagen AG eingesetzt und wird durch die gewonnenen Erfahrungen gezielt weiterentwickelt.

Interessierte Unternehmen können den Druckluftstand am IPT begutachten und testen. Auch individuelle Schulungen sind nach Absprache am Institut denkbar. Weiterhin bietet der Stand durch seinen mobilen Einsatz die Möglichkeit, dass Unternehmen den Stand leihen und Schulungen beziehungsweise Verbrauchsmessungen bei sich vor Ort durchführen.


weitere Themenbereiche der NiFaR

  • Beleuchtung
  • Energieeffizienz
  • Montage / Schraubtechnik
  • Antriebe in der Produktionstechnik
  • Programmierung von Industrierobotern
  • Werkzeugmaschinen
  • Prozesswärme
 
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Effizienz lernen
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